Von der Dissertation zum Buch

Die Dissertation

Die Geschichte meines Buchprojektes reicht bis in das Jahr 1997 zurück, als ich mich dafür entschieden habe, über den Klosterbaumeister Jakob Prandtauer zu promovieren. Heute sage ich rückblickend: "Ein gewagtes Unternehmen!" Und in der Tat hat sich das Vorhaben, eine komplette Monografie als Dissertation zu verfassen (noch dazu innerhalb von vier Jahren auf einer Assistentenstelle), nach und nach als nicht realisierbar herausgestellt.

 

Ich musste das Thema raffen und habe mich letztendlich in der Dissertation auf die wichtigsten Klosteranlagen Prandtauers beschränkt. Im Mittelpunkt meiner 2002 an der Universität Wien abgeschlossenen, 350 Manuskriptseiten starken Doktorarbeit standen "nur" die Stifte Melk, Herzogenburg, Garsten, St. Florian sowie Prandtauers unausgeführt gebliebene Planung für das Stift Klosterneuburg. Meine Dissertation wurde 2002 mit dem Franz-Stephan-Preis der "Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts" ausgezeichnet. 

Das Buch

Mir war immer klar, dass ich meine Dissertation publizieren würde. Aber in welcher Form und in welchem Umfang? Zunächst wollte ich die Dissertation lediglich in geringfügig überarbeiteter Form zum Druck befördern. Als aber meine befristete Assistentenstelle ausgelaufen ist und ich all das Material, das ich gesammelt hatte, von meinem Büro auf der Uni nach Hause übersiedelte und es gleichzeitig aus den Hängeregistraturen in sage und schreibe mehr als 40 (!) Ordnern umsortierte, habe ich den Beschluss gefasst, das Projekt "Prandtauer-Monografie" doch nochmals anzugehen.

 

Das hatte freilich zur Folge, dass ich mich nun an die lückenlose Erfassung aller Prandtauer-Bauten machen und diese auch nach Möglichkeit archivalisch aufarbeiten musste. Inzwischen hatte auf dem Gebiet der Fotografie auch noch die "digitale Revolution" stattgefunden, so dass ich beschlossen habe, die mit einer analogen Kamera aufgenommenen Schwarz-Weiß-Fotos in den 40 Ordner zu belassen und alle Bauten und Pläne digital und natürlich in Farbe aufzunehmen. So folgten also erneut unzählige Reisen und Archivbesuche. Ein Mammutunternehmen!