Das Buchprojekt: Fragen und Antworten

Worum geht es in dem Buch?

Das Buch ist die erste umfassende Monografie zu dem österreichischen Barockbaumeister Jakob Prandtauer (1660–1726). Das Manuskript umfasst 900 Seiten sowie 800 Abbildungen. In der Publikation werden nicht nur sämtliche Klöster Prandtauers behandelt, sondern auch all seine anderen Bauten: Schlösser, Paläste, Bürgerhäuser, Pfarrkirchen und -höfe, Gartengebäude, Schüttkästen etc.

Wie viel Geld verdienen Sie mit dem Buch?

Ich verdiene mit dem Buch kein Geld. Im Gegenteil: Jede Minute, die ich nach dem Auslaufen meiner befristeten Assistentenstelle am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien  und nach einem Kurzzeitstipendium des Landes Niederösterreich ab 2008 in das Buch investiert habe, ist selbst finanziert. Auch die Reisen habe ich finanziert.

 

Um eine wissenschaftliche Publikation zum Druck zu befördern, muss ich als Autorin sogar Geld an den Verlag zahlen. Genau gesagt muss ich einen Druckkostenzuschuss aufbringen. Im Augenblick bin ich auf Sponsorensuche!

Wie haben Sie einen Verlag gefunden?

Ich habe mehrere Verlage kontaktiert, ein Exposé vorgelegt und die Verlage, die interessiert waren, haben mir einen Kostenvoranschlag geschickt. Auf der Basis dieser Unterlagen habe ich mich dann entschieden. Meine Wahl ist letztendlich auf den Michael Imhof Verlag gefallen. Der Verlag ist auf Kunstbücher spezialisiert und ich freue mich, dass ich ihn als Partner für mein Projekt gewonnen habe.

Wie lange arbeiten Sie schon an dem Buch?

Fast zwanzig Jahre (inkl. Dissertationszeit) – mit zahlreichen längeren Unterbrechungen.

Wieso dauert das so lange? (Anmerkung: Meine Lieblingsfrage)

Erstens weil das Thema so umfangreich ist und zweitens weil ich daneben viele andere Dinge mache, u.a. arbeite ich für meinen Lebensunterhalt. Ich habe 2012 mit der Schreibwerkstatt ein eigenes Unternehmen gegründet, das ich nach und nach auf- und ausbaue.

 

Im Unterschied zu anderen Forscherinnen und Forschern, die an einer Universität oder an einer Wissenschaftsinstitution fix angestellt sind oder über mehrere Jahre hinweg ein Forschungsstipendium haben, hatte ich nur ein gutes Jahr lang (2008) eine Subvention (Kulturabteilungen des Landes Niederösterreich), wofür ich sehr dankbar bin.

Wie ist das mit den Abbildungen? Machen Sie die Fotos selbst?

Ja. Ich habe mir eine professionelle Ausrüstung zugelegt und mir das notwendige Wissen nach und nach angeeignet. Sehr hilfreich waren für mich dabei die Gespräche mit dem Fotografen des Instituts für Kunstgeschichte in Wien, Karl Pani – von ihm habe ich viel gelernt.

Warum extra eine Website für das Buch?

Weil es mir ein Anliegen ist, dass das Buch und das Wissen, das darin steckt, unter die Menschen kommt. Ich verdiene zwar nichts an dem Buch, aber es wäre schade, wenn ich all die Arbeit nur für einen kleinen Kreis von Interessenten gemacht hätte. Ich gehe davon aus, dass über die Website mehr Menschen auf das Buch aufmerksam werden.

 

Zudem ist es mir ein besonderes Anliegen, Fachwissen einem breiteren Publikum zu vermitteln. Die Website ist dafür eine gute Möglichkeit. Besonders praktisch finde ich den Blog, der bewusst kein wissenschaftlicher ist, sondern sich an Fachleute ebenso wie an Menschen wendet, die sich einfach nur so für das Thema interessieren. Ich finde es wichtig, mit meinem Wissen an die Öffentlichkeit zu gehen, denn Wissenschaft sollte nicht nur für Wissenschaftler gemacht werden!

Und wann erscheint das Buch (endlich)?

2018.

Werden Sie eine Buchpräsentation machen?

Na klar! Das Erscheinen des Buches möchte ich unbedingt feiern! Wie und wo, wird sich im Detail noch zeigen, weil ich da letztendlich auf einen Kooperationspartner angewiesen bin.

 

Hinweis: Wenn Sie eine Einladung zur Buchpräsentation erhalten möchten, abonnieren Sie am besten den Newsletter.

Haben Sie weitere Fragen? Hier können Sie sie gerne stellen!

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Kommentare: 3
  • #1

    Nikola Hahn (Mittwoch, 01 August 2012 12:33)

    Ich bin zwar keine Wissenschaftlerin, sondern nur (und auch) Dozentin, aber dass es Jahre dauert, ein (ausführliches) Fachbuch zu schreiben, kann ich bestätigen. Selbst für meine belletristischen Bücher benötige ich in der Regel zwei Jahre; an meinem Fachbuch über Vernehmungstechniken sitze ich nun schon - mit Unterbrechungen - seit 2007. Bei mir ist das Ende noch nicht abzusehen, aber ich weiß, dass es kommt. Und ganz ehrlich: Ich liebe das "Graben" in Quellenliteratur.

    Viele Grüße und viel Glück auf der "Zielgeraden!"
    Nikola

  • #2

    jakobprandtauer (Mittwoch, 01 August 2012 16:27)

    Liebe Nikola,
    danke für Deine netten Zeilen! Ja, das Graben in den Quellen macht wirklich Freude!
    Alles Gute für Dein Projekt,
    herzlichen Gruß, Huberta

  • #3

    Martin Schindl (Freitag, 21 September 2012 07:50)

    Liebe Huberta!
    Ich bewundere deine Energie und Ausdauer und würde mich freuen!
    Werden in deinem Buch auch private Belange von Herrn Prandtauer behandelt?
    Alles Liebe, martin